Dr. Stefan Fulst-Blei: „Alarmierender Rückstand!“

Veröffentlicht am 27.07.2020 in Pressemitteilungen

Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, kommentiert die Ergebnisse der landesweiten Abfrage zum Digitalisierungs-Status der staatlichen Schulen:

„Mit dieser Umfrage haben die schulischen Verbände im Land eine umfassende Rückmeldung aus der Praxis eingeholt. Die ersten Befunde machen klar, die Lage an den Schulen in Baden-Württemberg ist noch schlimmer als befürchtet. Der alarmierende Rückstand bei der Digitalisierung unserer Schulen ist Kultusministerin Eisenmann zu verdanken. Es mangelt an Geräten, schulspezifischer Software und an zeitgemäßen Internetleitungen. Und selbst dort, wo die technischen Voraussetzungen halbwegs gegeben sind, wissen einige Lehrkräfte nicht damit umzugehen. Über Jahre hat die Kultusministerin mit Weiterbildungen für den digitalen Unterricht gegeizt. Die Folgen sind, wie wir jetzt wissen, fatal!“

Noch am vergangenen Freitag hatte die Kultusministerin im SWR-Sommerinterview versichert, das Land werde im neuen Schuljahr auf den Fernunterricht «viel besser vorbereitet sein» als im März. „Heute tritt zu Tage, dass sich knapp 90 Prozent der Schulen nicht oder nur bedingt in der Lage sehen, den Fernunterricht gut zu betreiben. Wenn das für Frau Eisenmann gute Vorbereitung bedeutet, na dann gute Nacht!“, so Fulst-Blei.

„Mit Blick auf das neue Schuljahr hatte die SPD-Landtagsfraktion bereits Anfang Juni mit dem Schulkonzept «Das krisenfeste Klassenzimmer» auf eine schnellere Vergabe beim Einkauf digitaler Endgeräte gedrängt und gefordert, grundlegende digitale Infrastruktur unabhängig von den Medienentwicklungsplänen zu fördern. Unsere Schulen müssen endlich im digitalen Zeitalter ankommen.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg