Fulst-Blei: „Kultusministerin Eisenmann produziert den nächsten Papiertiger“

Veröffentlicht am 08.07.2019 in Landespolitik

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, kritisiert den Kurs der grün-schwarzen Landesregierung bei der Weiterentwicklung der Ganztagsschule: „Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann weigert sich für mehr Qualität an unseren Schulen das nötige Geld in die Hand zu nehmen und produziert stattdessen den nächsten Papiertiger. Die Schulen brauchen nicht nur gute Ratschläge und Beratung bis ihnen schwindelig wird, sondern mehr Ressourcen für die praktische Umsetzung. Zusätzliche Millionen will Frau Eisenmann jedoch nur für die Einrichtung reiner Betreuungsangebote bereitstellen. Wie zynisch, wenn man sich wie die grün-schwarze Landesregierung Qualität auf die Fahne geschrieben hat. Wir brauchen klare Anreize für die Schulen, sich zu Ganztagsschulen weiterzuentwickeln.

Wir wissen, dass die Ganztagsschule zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen und Schülerleistungen verbessern kann, wenn sie regelmäßig besucht wird und der Tagesablauf rhythmisiert ist. Diese Qualitätsstandards sind bereits jetzt im Schulgesetz fest verankert. Reine Betreuungsangebote bergen dieses Potential nicht. Das gesteht auch Kultusministerin Eisenmann ein und entscheidet sich wegen ihrer politischen Ambitionen dennoch für eine Abkehr vom besseren Konzept. Sie verspricht den Wählerinnen und Wählern die eierlegende Wollmilchsau aus maximaler Flexibilität und bester Qualität. Die designierte CDU-Spitzenkandidatin sollte sich an dieser Stelle ehrlich machen und die Grünen sollten endlich beweisen, dass sie sich von dem kleinen Koalitionspartner nicht an allen bildungspolitischen Punkten an der Nase herumführen lassen.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg